Ärzte fordern Ende der Atom-Debatte
Führende Unionspolitiker halten an ihrer Forderung nach einer Revision des Atomausstiegs fest. Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller sagte der Bildzeitung: "Andere Staaten bauen die Kernkraft aus. Da macht es keinen Sinn, wenn wir die Anlagen abschalten, obwohl sie auf dem neuesten technischen Stand und nach menschlichem Ermessen sicher sind". Unionsfraktionsvize Katherina Reiche will "die Kernkraft als Brückentechnologie" nutzen, solange alternative Energieerzeugung noch nicht wettbewerbsfähig sei. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch meinte in der HNA gar, die Franzosen hätten eine Lösung für die strahlenden Abfälle gefunden.
Die deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) forderte dagegen die Bundesregierung auf, die seit 30 Jahren geführte energiepolitische Debatte endgültig zu beenden und sich von Atomkraftwerken zu verabschieden. "Schon vor 30 Jahren wurde uns mit zwei Ölpreiskrisen die Endlichkeit des Erdöls drastisch vor Augen geführt, dennoch ist unser Verkehrssystem immer noch von diesem Rohstoff abhängig", sagte Henrik Paulitz, Energiereferent der IPPNW. "Seit 30 Jahren belästigen uns Energiemanager und Politiker mit Vorschlägen für neue Atomkraftwerke, obwohl der Brennstoff Uran ebenso knapp ist wie Öl und niemand diese gefährlichen Anlagen nehmen will."
IPPNW zufolge hätte das energiepolitische Problem bereits vor 30 Jahren gelöst werden können, denn bereits im Anschluß an die beiden Ölpreiskrisen in den 70er Jahren seien Energiekonzepte erarbeitet worden, die auch heute noch gültig seien. Der Verbrauch müsse gesenkt und die Versorgung in den drei Verbrauchssektoren Strom, Wärme und Verkehr auf erneuerbare Energien umgestellt werden.
Wenn es um Atomkraftwerke gehe, blockierten Manager aus kurzfristigem Interesse die notwendigen Entscheidungen, meint Paulitz. Bei den jetzt anstehenden Entscheidungen in der deutschen Energiewirtschaft solle das Allgemeinwohl entscheidend sein.
Die Ärzteorganisation fordert die Bundesregierung auf, sich nicht mehr von Energiekonzernen oder dem Bundesverband der Deutschen Industrie beraten zu lassen. Diese hätten nur ihre eigenen Geschäftsinteressen im Sinn, nicht aber das Wohl der Bevölkerung. "Politiker sollten aufhören, die Interessen der Konzerne zu vertreten", sagte Paulitz.
Die deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) forderte dagegen die Bundesregierung auf, die seit 30 Jahren geführte energiepolitische Debatte endgültig zu beenden und sich von Atomkraftwerken zu verabschieden. "Schon vor 30 Jahren wurde uns mit zwei Ölpreiskrisen die Endlichkeit des Erdöls drastisch vor Augen geführt, dennoch ist unser Verkehrssystem immer noch von diesem Rohstoff abhängig", sagte Henrik Paulitz, Energiereferent der IPPNW. "Seit 30 Jahren belästigen uns Energiemanager und Politiker mit Vorschlägen für neue Atomkraftwerke, obwohl der Brennstoff Uran ebenso knapp ist wie Öl und niemand diese gefährlichen Anlagen nehmen will."
IPPNW zufolge hätte das energiepolitische Problem bereits vor 30 Jahren gelöst werden können, denn bereits im Anschluß an die beiden Ölpreiskrisen in den 70er Jahren seien Energiekonzepte erarbeitet worden, die auch heute noch gültig seien. Der Verbrauch müsse gesenkt und die Versorgung in den drei Verbrauchssektoren Strom, Wärme und Verkehr auf erneuerbare Energien umgestellt werden.
Wenn es um Atomkraftwerke gehe, blockierten Manager aus kurzfristigem Interesse die notwendigen Entscheidungen, meint Paulitz. Bei den jetzt anstehenden Entscheidungen in der deutschen Energiewirtschaft solle das Allgemeinwohl entscheidend sein.
Die Ärzteorganisation fordert die Bundesregierung auf, sich nicht mehr von Energiekonzernen oder dem Bundesverband der Deutschen Industrie beraten zu lassen. Diese hätten nur ihre eigenen Geschäftsinteressen im Sinn, nicht aber das Wohl der Bevölkerung. "Politiker sollten aufhören, die Interessen der Konzerne zu vertreten", sagte Paulitz.
Harry Fischer - 10. Jan, 16:36






