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    <title>Harzranger (Naturschutz im Harz) : Rubrik:Forschung</title>
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    <description>Naturschutz im Harz</description>
    <dc:publisher>Harry Fischer</dc:publisher>
    <dc:creator>Harry Fischer</dc:creator>
    <dc:date>2008-12-27T19:03:24Z</dc:date>
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    <title>Harzranger</title>
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    <title>Bienen stoppen Raupen</title>
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    <description>Gefräßige Raupen können in Gärten und auf Feldern großen Schaden anrichten. Eine raffinierte Methode, um den hungrigen Tieren Einhalt zu gebieten, beschreiben Biologen von der Universität Würzburg in der neuen Ausgabe des Fachblatts &quot;Current Biology&quot;. Meist sind es dicke Schmetterlingsraupen, die sich an den Blättern von Kohl, Salat &amp; Co. satt fressen. Aber auch die proteinreichen Raupen selbst sind begehrtes Futter. Unter anderem vor Faltenwespen müssen sie auf der Hut sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schaffen die Raupen mit feinsten Sinneshärchen: Sie registrieren damit die Luftbewegung, die beim Herannahen einer Wespe durch deren Flügelschlag entsteht. Die Raupen lassen sich dann auf den Boden fallen oder bleiben regungslos sitzen. So sind sie außer Gefahr - denn die Wespen jagen nur Beute, die sich bewegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fliegende Bienen bringen Raupen in Dauerstress&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Honigbienen haben in etwa die gleiche Körpergröße und Flügelschlagfrequenz wie Faltenwespen. Die Raupen können mit ihren einfachen Sinneshärchen nicht unterscheiden, ob sich eine gefährliche Wespe oder eine harmlose Honigbiene nähert. Kommen häufig Bienen in ihre Nähe, so bedeutet das für die Raupen ständigen Stress. Die Folge: Sie fressen bis zu 70 Prozent weniger Blattmasse als Raupen, die &quot;bienenfrei&quot; leben. Das haben Jürgen Tautz und Michael Rostás vom Biozentrum der Uni Würzburg gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Experimente im Käfig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forscher platzierten im Botanischen Garten zwei große Käfige, in denen Paprika und Sojabohnen wuchsen. Beide Käfige bestückten sie mit den Raupen eines Eulenfalters, der bei Gemüsebauern als extremer Schädling bekannt ist. In einem Käfig durften die Raupen ungestört fressen. In den anderen ließen die Forscher Honigbienen einfliegen, die dort eigens für sie platzierte Futterstellen besuchten. Der Flugverkehr störte die Raupen so sehr, dass sie bis zu zwei Drittel weniger Blätter vertilgten als die Raupen in dem anderen Käfig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geplant: Versuche im Bio-Landbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob sich Gärtner und Landwirte diesen Effekt zunutze machen können, wollen die Würzburger Wissenschaftler im kommenden Frühjahr testen. &quot;Wir suchen nach einem Bio-Hof, der dazu bereit ist, ein Gemüsefeld auf besondere Weise anzulegen - nämlich schön bunt mit Wildblumen garniert&quot;, sagt Jürgen Tautz. Die Blüten sollen vermehrt Bienen anlocken. Ob sich deren Treiben auch im Freiland ähnlich auf Raupen auswirkt wie im Käfig, das wollen die Würzburger Forscher dann genau überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Tautz und Michael Rostás: &quot;Honeybee buzz attenuates plant damage by caterpillars&quot;, Current Biology 18 (24) pp. R1125 - R1126&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen: Dr. Michael Rostás, Mobil (0151) 59255043, ab 7. Januar: T (0931) 888-6223, michael.rostas@botanik.uni-wuerzburg.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prof. Dr. Jürgen Tautz, ab 7. Januar T (0931) 888-4319, tautz@biozentrum.uni-wuerzburg.de Weitere Informationen: &lt;a href=&quot;http://www.beegroup.de&quot;&gt;http://www.beegroup.de&lt;/a&gt; Homepage der Beegroup der Uni Würzburg &lt;a href=&quot;http://www.bot2.biozentrum.uni-wuerzburg.de/wissenschaftforschung/rostas/&quot;&gt;http://www.bot2.biozentrum.uni-wuerzburg.de/wissenschaftforschung/rostas/&lt;/a&gt; Homepage von Michael Rostás</description>
    <dc:creator>Harry Fischer</dc:creator>
    <dc:subject>Forschung</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Harry Fischer</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-27T19:02:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://harzranger.twoday.net/stories/5410669/">
    <title>Gespensterfisch kann auch nach unten schauen</title>
    <link>http://harzranger.twoday.net/stories/5410669/</link>
    <description>In die Tiefsee gelangt kein Tageslicht. Es gibt jedoch viele verschiedene Tiefseelebewesen, die selbst Licht erzeugen und als Signal einsetzen, diese Fähigkeit wird Biolumineszenz genannt. Die Lichtreize sind nicht sehr hell, daher sind die Augen der Tiefseefauna auf höchste Empfindlichkeit optimiert. Tiefseefische, die sich visuell orientieren, haben daher spezielle Augenformen entwickelt. Diese haben jedoch den großen Nachteil, dass das Gesichtsfeld stark eingeschränkt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hat Prof. Hans-Joachim Wagner vom Anatomischen Institut der Universität Tübingen zusammen mit Forschern aus England und den USA während einer Fahrt mit dem deutschen Forschungsschiff &quot;Sonne&quot; bei einem &quot;Gespensterfisch&quot; (Dolichpteryx longipes) einen neuartigen Augentyp entdeckt: Es ist der erste bekannt gewordene Fall, in dem ein Wirbeltier das Prinzip einer abbildenden Spiegeloptik nutzt. Die Forschungsergebnisse werden am 24. Dezember 2008, 18 Uhr, von der Fachzeitschrift Current Biology online veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augen erreichen eine maximale Empfindlichkeit, wenn sie eine möglichst große Eingangsöffnung (Pupille) besitzen. Dies ist vor allem bei sehr großen Augen der Fall, wie sie zum Beispiel bei nachtaktiven Eulen zu finden sind. Für große Augen wird auch ein großer Kopf gebraucht - was aber für die Hydrodynamik zu Nachteilen führt: Ein kleiner Fisch mit einem großen Kopf verdrängt viel Wasser und muss beim Schwimmen hohe Widerstände überwinden. Als Kompromiss haben viele Tiefseefische sogenannte Röhrenaugen ausgebildet, die einen zylindrischen Ausschnitt aus den üblichen eher kugelförmigen Kameraaugen darstellen und damit weniger Raum benötigen. Solche Röhrenaugen, die fälschlich oft auch als Teleskopaugen bezeichnet werden, haben jedoch einen wichtigen Nachteil: Sie engen das Gesichtsfeld kritisch ein. In vielen Fällen können diese Tiere nur nach vorn beziehungsweise oben schauen. Gegenüber den beiden seitlich liegenden &quot;Normalaugen&quot; mit einem Rund-umblick ist das eine schwerwiegende Einschränkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von der Forschergruppe beschriebene Gespensterfischart Dolichpteryx longipes verfügt auch über ein solches nach oben ausgerichtetes Röhrenauge mit der üblichen Linsenoptik. Zusätzlich haben die Wissenschaftler jedoch noch eine seitliche Aussackung des Röhrenauges gefunden, die nach unten eine durchsichtige &quot;Hornhaut&quot; besitzt. In mikroskopischen Serienschnitten konnten sie an deren Innenwand eine sphärische Spiegelstruktur beobachten und gegenüber an der Außenwand eine Netzhaut (Retina). Die Spiegelstruktur enthält präzise angeordnete Kristalle aus Guanin. Modellrechnungen der Wissenschaftler haben ergeben, dass dieser Spiegel Lichtstrahlen exakt auf der Fotorezeptorebene der Retina abbildet. Dieses Spiegelauge erlaubt der Fischart daher, auch zu sehen, was unter ihr vorgeht, ob zum Beispiel ein Raubfisch in der Nähe ist (siehe Abbildung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abbildende Spiegelkonstruktionen haben gegenüber Linsensystemen in Augen den wichtigen Vorteil, dass sie mit größeren Eingangsöffnungen &quot;arbeiten&quot; und damit lichtstärker, also empfindlicher sind. Sie werden daher auch in technischen Systemen wie Teleskopen eingesetzt. In der Biologie finden sich abbildende Spiegelaugen bei einer Reihe von wirbellosen Tieren - in Kameraaugen von zum Beispiel Jakobsmuscheln und Muschelkrebsen und in Facettenaugen wie zum Beispiel bei Hummern. Im Gegensatz dazu war bei Wirbeltieren bisher als einziger Augentyp das Kameraauge mit Linse bekannt. Die Wissenschaftler schließen aus ihrer Beobachtung, dass die Evolution von Augensystemen bei Wirbeltieren weniger konservativ verlaufen ist als bisher angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nähere Informationen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Publikation:&lt;br /&gt;
Wagner, H.-J., Douglas, R.H., Frank, T.M., Roberts, N.W., Partridge, J.C.: A novel vertebrate eye using both refractive and reflexive optics. Current Biology, Online-Veröffentlichung am 24. Dezember 2008, 18 Uhr</description>
    <dc:creator>Harry Fischer</dc:creator>
    <dc:subject>Forschung</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Harry Fischer</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-27T18:44:00Z</dc:date>
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