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Harz erleben

Dienstag, 3. November 2009

Touristische Schrotschussplanung des Landkreises Goslar gefährdet Naturpark

Die in der Arbeitsgemeinschaft der Goslarer Umweltverbände zusammenarbeitenden Natur- und Umweltverbände im Landkreis Goslar warnen vor einer Beeinträchtigung für den Naturpark Harz durch eine überzogene, massive Tourismusplanung des Landkreises Goslar. In einer Vorlage, die am Dienstag, den 27.10.2009 in die Beratung ging, zählt der Landkreis auf, welche Planungen er im Landschaftsschutzgebiet und Naturpark Harz prüfen will.

Darunter so sensible Projekte wie eine Erweiterung des Sportparks Bad Harzburg, Sommerrodelbahn und Erlebnispark Bocksberg, Ausbau der touristischen Infrastruktur an der Okertalsperre, Rodel- und Erlebniswelt „Auf der Rose“ Altenau, Ausbau des Großparkplatzes Braunlage, Barrierefreie Langlaufloipen und Sommerlanglaufloipe im Nationalpark am Nordischen Zentrum Sonnenberg, Ausbau der Beschneiungsanlagen, Pisten und Rodelbahn am Mathias-Schmidt-Berg St. Andreasberg, Erweiterung des Kurparks und Zip-Raider-Lift am denkmalgeschützten Burgberg Bad Harzburg, Ferienhaussiedlung Königsberg und Hotelneubau Steinberg, Ferienhaussiedlung Kuttelbacher Teich Hahnenklee, Ferienpark Schulenberg, Ferienpark Dietrichsberg, Ferienpark Oberer Hausherzberger Teich, weiterer Ausbau des Wurmberges, Ferienpark Braunlage und Erweiterung des Skizentrums Hohegeiß. 50.000 Euro sollen bereitgestellt werden, um die Pläne abzuprüfen, wobei laut Vorlage auch Prüfungen vorgenommen werden sollen, die normalerweise Investorenpflicht sind.

In diesem massiven Prüfungskatalog finden sich einzelne durchaus naturverträgliche Planungen, aber auch solche Provokationen wie der massive Ausbau eines Zentrums für Sommerlanglauf im Nationalpark – eine Planung, die in keiner Weise mit dem gültigen Wegeplan des Nationalparks vereinbar ist.

Die Goslarer Naturschutzverbände warnen in einer ersten Stellungnahme vor einer solchen „Schrotschussplanung“, die den Eindruck macht, dass man wieder zurück will zu dem alten Fehler „Jede Gemeinde soll alles haben“ - ein Konzept, das bereits schon einmal gescheitert ist. Die Umsetzung viele Planungen würde tiefe Löcher in das Landschaftsschutzgebiet Harz reißen, dessen Schutz und pflegliche Weiterentwicklung eine Pflicht der Landkreisverwaltung Goslar ist.

Das Landschaftsschutzgebiet Harz, das die Grundlage für den Naturpark Harz ist, zeichnet sich durch eine Vielzahl von wertvollen Lebensräumen, die es in dieser Form in ganz Nord- und Mitteldeutschland nicht oder nicht mehr gibt, aus. Der Naturpark Harz braucht dringend einen neuen Entwicklungs- und Pflegeplan. Das ist gesetzlich so vorgeschrieben. Grundsätzliche Basis sind die vorhandenen Landschaftschutzverordnungen und Landschaftspläne. In allen diesen Plänen ist festgeschrieben, dass es im Landschaftsschutzgebiet keine Bebauung geben darf. Der Sinn und Zweck dieses Bebauungsverbotes besteht gerade darin, dass eine großflächige intakte und geschützte Landschaft nicht durchlöchert werden darf.

Jedes Herauslösen von Teilflächen, die nicht am Rande, sondern inmitten des Landschaftsschutzgebiets liegen, erfüllt den Tatbestand der Zersiedlung. Wer nicht weiß, was das praktisch bedeutet, braucht sich nur einmal im Ausland, z.B. in Spanien, umzuschauen. Der Hauptreiz der Harzlandschaft besteht unter anderem in der Großflächigkeit von unbebauter gepflegter oder naturbelassener Waldlandschaft. Die jüngste Beschlussvorlage des Landkreises Goslar läßt ganz eindeutig die Absicht erkennen, durch die Änderung des Schutzzwecks die bisherigen Grundsätze des Landschaftsschutzes generell auszuhöhlen.

Die örtlichen Vertreter der in Goslar vertretenen Umweltverbände:
BUND Goslar, Knut Haverkamp Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz, Dr. Friedhart Knolle Landessportfischereiverband Niedersachsen, Ulrich Heinemann LBU, BI Goslar, Heinz Severitt NABU Goslar, Mathias Kumitz Niedersächsischer Heimatbund, Prof. Gerhard Hartmann

Dienstag, 15. September 2009

Wilde Tiere, bunte Wälder, mystische Stimmung

Der Herbst ist eine beliebte Reisezeit für den Harz

Harz (hvv). Wenn sich im Herbst das Laub verfärbt und die weiten Misch- und Laubwälder in verschiedenen Regionen des Harzes sich zu einem faszinierenden Farbenspiel wandeln, dann spürt man mitten in Deutschland einen Hauch des ‚Indian Summer’. Wanderer entdecken auf schmalen Pfaden die abwechslungsreiche Natur.
In der Abendstimmung sind gerade in der Brunftzeit die mächtigen Wildtiere des Mittelgebirges aktiv. Zur Hirschbrunft schallen die lauten Rufe der Tiere durch den Wald. Das Wechselspiel aus Sonnenlicht, Nebel, Laub und Gras versetzt die Landschaft in eine mystische Stimmung. Wer den Harz in dieser besonderen Jahreszeit erleben möchte, der findet auf www.buch-den-harz.de die richtigen Angebote, wie zum Beispiel Miniferien in Hohegeiß, romantische Tage am Fuße des Brockens in Tanne oder Wanderspaß im Siebertal.
Weitere Urlaubsinformationen:
Harzer Verkehrsverband, Marktstr. 45, 38640 Goslar, Tel. 05321 34040, Fax: 3404-66, Internet:
www.harzinfo.de
(Ansprechpartnerin: Miriam Fuchs, Tel. 05321 3404-17, E-Mail: m.fuchs@harzinfo.de)

Vom Todesstreifen zur Lebenslinie
Zahlreiche Veranstaltungen im Harz würdigen 20 Jahre Grenzöffnung Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge, der Harz, hat in diesem Jahr Grund zu feiern. Denn seit nunmehr fast 20 Jahren ist er dank der Grenzöffnung wieder als eine Region zu bereisen. Das diesjährige Jubiläum wird mit einer Vielzahl Veranstaltungen entlang des Grünen Bandes, der ehemaligen innerdeutschen Grenze, gewürdigt. Eine handliche Broschüre des Harzer Verkehrsverbandes informiert über alle Veranstaltungen in der Region zu diesem Thema. Diese kann kostenlos unter der Rufnummer 05321 34040 oder im Internet auf www.harzinfo.de bestellt werden.

Harz-Kalender 2010
Bizarre Felsformationen im mystischen Sonnenlicht, Täler im Morgengrauen und schneebedeckte Gipfel: Beeindruckende Landschaftsaufnahmen mit besonderen Lichteffekten und ungewöhnlichen Perspektiven prägen den neuen Harz-Kalender 2010. Für nur 9,80 Euro zzgl. Versand ist der Kalender im DIN-A4 Querformat beim Harzer Verkehrsverband unter der Rufnummer 05321 34040 erhältlich.

Farbenfrohe Laubwälder in Bad Grund
5. Nordic Walking „Indian-Summer-Lauf“ vom 15. bis 18. Oktober
Bad Grund (hvv). Wie ein bunter Feuerball muten die Laubwälder um Bad Grund im herbstlichen Sonnenlicht an. Farbenfrohe Bäume, Sträucher und exotische Wälder bilden den Rahmen für den 5. Nordic Walking „Indian-Summer-Lauf“ vom 15. bis
18. Oktober in dem Moorheilbad im westlichen Harz. Und in diesem Jahr geht es gleich zwei Mal unter die Erde: In der Iberger Tropfsteinhöhle und im Bergbaumuseum.
Info: Tel. 0171 5658517, Internet:
www.sgbadgrund.de

Optische Täuschung verhilft zum internationalen Kunstpreis
Der Kaiserring wird am 3. Oktober in Goslar verliehen
Goslar (hvv). Das Spiel mit Farben, Formen und Mustern und die damit verbundene optische Täuschung der menschlichen Wahrnehmung prägen die Werke der diesjährigen Kaiserringträgerin. Die britische Malerin Bridget Riley wird am 3. Oktober mit dem international anerkannten Goslarer Kunstpreis ausgezeichnet. Im Anschluss zeigt das Mönchehaus Museum für Moderne Kunst bis zum 31. Januar 2010 eine Sonderausstellung der Künstlerin.
Info: Tel. 05321 29570, www.moenchehaus.de

Auf dem „Nathanpfad“ Wege zur Toleranz finden
Theaterpremiere und pädagogisches Angebot des Nordharzer Städtebundtheaters
Quedlinburg (hvv). Der Wunsch nach Toleranz unter den Religionen ist mindestens so alt, wie die Kriege in Gottes Namen. Ephraim Lessing hat bereits 1779 in seinem Stück „Nathan der Weise“ die Toleranzidee thematisiert. In einer neuen Zusammenstellung feiert das auch heute aktuelle Werk am 10. Oktober im Theater Quedlinburg Premiere. Vorab gewährt eine Talkrunde mit Regisseuren, Bühnenbildnern und Künstlern am
4. Oktober im Klopstockhaus Einblicke in die aktuelle Inszenierung.
Info: Tel. 03941 6965-65, www.nordharzer-staedtebundtheater.de

Barack Obamas Konterfei in weltgrößter Modellbahnschau
Modellbahn Wiehe mit erweiterter USA-Anlage
Wiehe (hvv). Wer einmal Barack Obamas Konterfei ganz nah sein möchte, der muss nicht in die USA fliegen. Im Modellbahnzentrum Wiehe wurde die Zukunft fortgeschrieben. Am Mount Rushmore in der USA-Ausstellung ist seit August Barack Obama im Kreise der ehemaligen US-Präsidenten Washington, Jefferson, Roosevelt, Lincoln und Clinton zu sehen. Damit wurde die weltgrößte Modellbahn-Ganzjahresschau um eine weitere Attraktion bereichert.
Info: Tel. 034672 83630, www.modellbahn-wiehe.de

Mit Naturgewalt zur neuen Vitalität und Lebenskraft
Neuer WaldWandelWeg im Harz eröffnet
Torfhaus (hvv). Orkane, Klimawandel und Borkenkäfer. Einflüsse, die die Natur in die Knie zwingen, könnte man meinen. Dass aber anstatt einer öden Steppe eine enorme Vielfalt mit besonderer Lebenskraft entsteht, wird kaum erwartet. Überzeugen kann man sich davon seit Ende August auf dem WaldWandelWeg in Torfhaus. Auf einem kurzen Weg erlebt man den Wandel der Natur hautnah.
Info: Tel. 03943 55020, www.nationalpark-harz.de

Wenn ein Oberharzer Bürgermeister zum Tier wird
9. Harzer Hirschrufmeisterschaften am 26. September in Sankt Andreasberg
Sankt Andreasberg (hvv). Wenn Menschen zu Tieren werden, dann ist das im Harz nichts Neues. Denn bereits zum 9. Mal werden hier die Harzer Hirschrufmeisterschaften durchgeführt. Auf Weizenbiergläsern, Küchenrollen oder Muscheln werden von den Teilnehmern die Rufe der imposanten Hirsche imitiert. Am 26. September ist es im Kurhaus Sankt Andreasberg wieder soweit und selbst der Bürgermeister stellt sich dem Wettbewerb.
Info: Tel. 05582 80336, www.oberharz.de