Kommunal-Politik

Montag, 15. August 2005

Harzer Förderkreis verurteilt Schmierereien in Tanne

Empört und mit Sorge hat der Harzer Förderkreis (HFK) die Verunstaltung eines Ferienzentrums in Tanne mit rassistischen Symbolen und Parolen aufgenommen. „Unsere Solidarität und Anteilnahme gilt der Leiterin und ihrem Sohn, gegen die sich diese Aktion richtet“, sagte die Vorsitzende des HFK, Bianka Kachel. Sie hofft, dass die Täter schnell gefunden und zur Verantwortung gezogen werden.

Die Anstrengungen für ein touristenfreundliches Erscheinungsbild des Harzes, die durch den HFK unternommen und in vielfältiger Weise unterstützt werden, verlieren durch solch Taten an Ausstrahlung. Deshalb richtet sich dieser Akt der Intoleranz gegen alle, die sich für die Region und die Erhaltung und Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen einsetzen. Damit kann und will sich auch der Harzer Förderkreis nicht abfinden.

Sonntag, 14. August 2005

Solidarität gegen Rechts – Montag Demo in Tanne

Es ist nötig Gesicht zu zeigen. Die rechtsextremistische Schmiererei in Tanne kann nicht sprachlos hingenommen werden. Das parteiübergreifende Bürger-Bündnis Wernigerode für Weltoffenheit und Demokratie solidarisiert sich mit Familie Petra Niehus und ihrem Sohn Daniel.

Solche braune Schandtaten dürfen im Harz nicht geduldet werden. Zum Protest versammeln sich Bürger am
Montag, 15. August, um 19.00 Uhr
am Tat-Ort in Tanne:

Hotel Tannenperle, Schierker Weg 16.

Der Kreisverband Wernigerode von Bündnis 90 / Die Grünen hat zu den rechten Schmierereien eine Pressemeldung herausgegeben: "Mit Abscheu und Entsetzen hat der Kreisverband BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN von der rechtsradikalen und rassistischen Aktion gegen Petra Niehus und ihren Sohn Daniel in Tanne Kenntnis erhalten. Dass sich das Virus der braunen Vergangenheit immer noch ausbreitet, ruft uns auf den Plan. Wir stehen an der Seite von Familie Niehus in Tanne und verurteilen die rechtsextreme Tat auf das härfste."

Pressesprecher Peter Lehmann fügte hinzu: "Es reicht nicht aus, über Kreissitz und Kreisgebietsreform, über Abwassergebühren und Schulschließungen zu diskutieren. Alle Demokraten sind aufgerufen, die demokratiezersetzenden Gedanken und Aktivitäten auch im Landkreis Wernigerode zu demaskieren und ihnen mit aller Konsequenz entgegen zu treten."

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN wirbt mit Plakaten "Nazis - nein danke!" für eine friedliche Gesellschaft und unterstützt Aktivitäten für Weltoffenheit, Toleranz und Demokratie, wie es das vom Landtag ins Leben gerufene Netzwerk anstrebt.

Montag, 8. August 2005

Lokale Agenda 21: Armutszeugnis für Kommunen

2.607 Städte und Gemeinden haben inzwischen einen Beschluss zur Erarbeitung und Aufstellung einer lokalen Agenda 21 gefasst. Dies entspricht einem Anteil von mehr als 20 % aller Kommunen in Deutschland. Seit drei Jahren recherchiert agenda-transfer Agentur für Nachhaltigkeit GmbH den jeweils aktuellen Stand kommunaler Nachhaltigkeitsverpflichtung. Das aktuelle Ergebnis für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ist allerdings erbärmlich:

In Niedersachsen haben 126 von 1064 Kommunen Beschlüsse gefasst, in Sachsen-Anhalt erst 20 von 1139. Positiv ist, dass aus der Region Harz Halberstadt, Quedlinburg und Wernigerode und im Westharz Bad Harzburg, Duderstadt, Goslar, die Samtgemeinde Oberharz, Osterode und Seesen dabei sind.

Von guten Beispielen und Erfahrungen lernen! Dieses Motto steht für die Arbeit von
agenda-transfer Agentur für Nachhaltigkeit GmbH und ihrer Vorgängerin, caf GmbH, seit 1. April 1994. Ausgangspunkt war das Aktionsprogramm der Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung – die Agenda 21. Sie wurde 1992 in Rio de Janeiro von 178 Staaten unterzeichnet und stellt eine der großen Herausforderungen für die Menschheit dar.

Die Vision: Gesellschaftliche Kräfte mobilisieren, Synergien nutzen und Kooperationen fördern für eine zukunftsfähige – sozial gerechte, ökologisch tragfähige und wirtschaftlich nachhaltige – Entwicklung. dazu muss ein starkes Bewusstseins für Nachhaltigkeit im Denken und Handeln mit Blick auf die kommenden Generationen in Städten, Gemeinden und Landkreisen gefördert werden. Wie es aussieht, sind wir davon noch weit entfernt.

http://www.agenda-transfer.de

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