Nationalpark
Zur Entscheidung des niedersächsischen Umweltministers Hans-Heinrich Sander, Horst Hooge als Waldumbau-Beauftragten im Westharz einzusetzen, äußert sich Undine Kurth, Parlamentarische Geschäftsführerin und Naturschutzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Die Bilanz der Nationalpark-Fusion ist ernüchternd. Die Ziele, mit der Fusion einen gemeinsamen Nationalpark mit internationalen Standards zu schaffen, Naturschutz länderübergreifend zu betreiben und dabei Personalkosten zu sparen, gehen in Kleinstaaterei und Personalgezänk unter.
Der niedersächsische Umweltminister Sander hat mit der Berufung von Horst Hooge zum Leiter des Weltumbaus West der Sache des Nationalparks einen Bärendienst erwiesen. Offenbar hat Frau Wernicke sich geirrt, als Sie davon ausging, dass ein Wort unter Ministern gilt und ihr niedersächsischer Kollege sich an getroffene Absprachen hält. Dabei begeht Minister Sander Wortbruch im doppelten Sinne: Die Entscheidung, zwei Leiter Waldumbau in einem Nationalpark zu berufen, ist nicht nur eine inhaltliche. Diese Entscheidung bedeutet nämlich, dass es eben keine Verständigung zu naturschutzfachlichen Inhalten gibt. Mit Herrn Hooge und Frau Möser stehen sich nicht nur Mann und Frau gegenüber, sondern zwei völlig unterschiedliche Konzepte in Sachen Waldumbau - kurz eine Entscheidung zwischen Kettensäge und Natur. Sylke Möser gilt als exzellente Fachfrau auf dem Gebiet des natürlichen Waldumbaus und eine Ablehnung ihrer Person bedeutet auch eine Ablehnung ihres Konzeptes.
Das lässt für die Arbeit eine gemeinsamen Nationalparks nichts Gutes befürchten. Sachsen-Anhalt ist gefordert, nachdrücklich auf die Erarbeitung eines gemeinsam getragenen Waldumbaukonzeptes, das internationalen Qualitätskriterien genügt, zu dringen.
Minister Sander hat damit auch eine Chance zwischen West und Ost vergeben und belegt, dass die Kleinstaaterei in Sachen Naturschutz noch lange nicht überwunden ist. Diese Ereignisse sind ein weiteres wichtiges Argument, um bei der Föderalismusreform Zuständigkeiten des Bundes im Umwelt- und Naturschutz nicht leichtfertig aus der Hand zu geben."
Hintergrund:
Bei der Unterzeichnung des 2. Staatsvertrages zum gemeinsamen Nationalparks im Januar 2006 gab es durch den zuständigen niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) die Zusage, die Stellen der Fachbereichsleiter paritätisch zwischen beiden Ländern zu vergeben.
Danach sollten die Stellen des Verwaltungschefs und des Pressesprechers durch Niedersachsen, die Leitung Waldumbau durch Sachsen-Anhalt besetzt werden. Frau Wernicke hat zum 01. Februar 2006 Sylke Möser zur Leiterin dieses Bereiches ernannt, dies wird von Niedersachsen nicht akzeptiert. Im Gegenteil: Niedersachsen hat Horst Hooge zum Leiter Waldumbau im Westharz ernannt. Er soll ein Jagdfreund des Staatssekretärs im Umweltministerium Christian Eberl sein.
Nachfragen: MdB Undine Kurth (0170) 48 333 46
Harry Fischer - 14. Feb, 23:07
Wernigerode-Sankt Andreasberg. Naturnahe Wälder, ursprüngliche Moore und bizarre Felslandschaften - all das gilt es unter dem Motto "Natur erleben" zusammen mit Nationalpark-Rangern, -Förstern und Mitarbeitern der Nationalpark-Umweltbildung im Nationalpark Harz zu entdecken. Alle Wanderungen sind auch für ungeübte Wanderer mit festem Schuhwerk gut zu bewältigen.
Auf dem Programm stehen auch in diesem Jahr wieder viele interessante Angebote, z.B. Brockenwanderungen, Tierspurenentdeckung im Winter, Pferdewanderungen, Besuche des Brockengartens, Wanderungen zum Frühlingserwachen im Buchenwald, Fledermaus-Entdeckungstouren und vieles mehr.
Ein Verzeichnis nützlicher Adressen und eine kurze Beschreibung aller Nationalparkgemeinden des fusionierten Nationalparks Harz sowie Informationen zu anderen Nationalparkthemen wie z.B. dem Löwenzahnpfad runden das Programm ab.
Das Programmheft kann ab sofort bei der Nationalparkverwaltung Harz unter Tel. 05582/9189-43, e-mail hentze@nationalpark-harz.de, und Tel. 03943/5502-31, e-mail unterwegs@nationalpark- harz.de, bezogen werden. Es liegt auch in den Nationalparkhäusern und Rangerstationen sowie den Tourist-Informationen der Nationalparkregion aus und ist online unter
http://www.nationalpark-harz.de und
http://www.gfn-harz.de als Download verfügbar.
Harry Fischer - 1. Feb, 22:00
Nach einer anstrengenden Silvesternacht beginnt der ein oder andere das neue Jahr müde, ausgelaugt und vielleicht auch mit Kopfschmerzen. Um dem Abhilfe zu schaffen, bietet das Nationalparkhaus Altenau Torfhaus am 1.1.2006 eine geführte „Kater-Wanderung“ durch den verschneiten Harzer Winterwald an. Treffpunkt ist um 11 Uhr im Nationalparkhaus Altenau-Torfhaus.
http://www.torfhaus.info.
Entdecken Sie die Natur des Nationalparks Harz für Ihr eigenes Wohlbefinden und holen Sie sich Energie für das Neue Jahr 2006! Für die Teilnahme bitten wir um einen kleinen freiwilligen Anerkennungsbeitrag.
Rückfragen: Nationalparkhaus Altenau- Torfhaus, Franziska Herschleb, Torfhaus 21, 38667 Torfhaus, Tel. 05320/263, Fax 266, torfhaus@t-online.de
http://www.nationalpark-harz.de
http://www.nationale-naturlandschaften.de
Harry Fischer - 31. Dez, 13:47
Länger als ein Jahr hat der Braunschweiger Naturfilmer Uwe Anders die Natur und ihre Tiere in der Nationalparkregion Harz mit seiner Kamera eingefangen.
Dabei sind ihm u.a. einmalige Aufnahmen von einer Luchsin mit drei Jungtieren gelungen.
Der Film wird am Montag, dem 2. Weihnachtsfeiertag (26.12.2005) um 14.15 Uhr im Ersten Programm (ARD) in der Reihe "Expeditionen ins Tierreich" unter dem Titel "Der Harz - Dunkler Wald und lichte Höhen" zu sehen sein.
Also einschalten!
Quelle:
http://www.nationalpark-harz.de
Harry Fischer - 25. Dez, 01:18
Sankt Andreasberg & Wernigerode. Die Leica Camera AG unterstützt zahlreiche Projekte rund um die Fotografie. Ein aktuelles Beispiel ist der Nationalpark Harz, dem Leica zahlreiche hochwertige optische Geräte für die praktische Arbeit leihweise zur Verfügung gestellt hat. Unsere Mitarbeiter setzen sie mit großem Erfolg in der Umweltbildung und bei den Walderlebnisveranstaltungen ein.
Ein weiteres Beispiel ist ein Fotoprojekt des Nationalparks Harz, bei dessen Verwirklichung auch Leica als Partner beteiligt ist und für die Umsetzung Digitalkameras der Modellreihe LEICA DIGILUX 2 zur Verfügung gestellt hat. Das Projekt "zeitwildnisharz" steht unter dem Motto 1 Nationalpark, 2 Bundesländer, 8 Motive, 365 Tage, 2.920 Bilder.
Seit dem 1. Januar 2005 wird im Nationalpark Harz, dem ersten länderübergreifenden Nationalpark Deutschlands, an 8 verschiedenen Standorten der Wechsel und Wandel der Natur 365 Tage lang fotografisch festgehalten. Jeden Tag ein Bild. Jedes Bild ist einzigartig. Die Bilder lassen die Zeit, den ständigen Wandel und Wechsel der Natur sichtbar werden. Einer Natur, die im Nationalpark weitgehend sich selbst überlassen wird, Wildnis werden wird. Ziel des Fotoprojektes ist, die entstandenen Bilder auf vielfältige Weise der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Geplant ist hier unter anderem eine Wanderausstellung. Weitere Informationen und erste Eindrücke finden Sie unter
http://www.zeitwildnisharz.de.
Harry Fischer - 19. Dez, 13:46
Für kurzentschlossene Wanderfreunde und Nationalparkinteressierte bietet der Nationalpark Harz am 21. September eine geführte Rangerwanderung im Nationalpark Harz durch die Wildnis des Brunnenbachtals an. Start der Wanderung ist in Braunlage an der Jugendherberge um 13.30 Uhr. Die Länge beträgt ca. 4.5 km; die Wanderung dauert ca. 2.5 Stunden.
Anmeldungen und Informationen in der Rangerstation Königskrug unter Tel. 05520/92 30 39.
Das vollständige Nationalpark-Wanderprogramm 2005 ist in der Pressestelle des Nationalparks Harz kostenlos erhältlich.
Nationalpark Harz - Pressestelle
Dipl.-Geol. Friedhart Knolle
Nationalparkverwaltung Harz
Oderhaus 1, 37444 Sankt Andreasberg friedhart.knolle@npharz.niedersachsen.de
Harry Fischer - 20. Sep, 14:49
Das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg lädt am Sonnabend, dem 17. September, ab 14:30 Uhr zu einer Ausstellung ein. Dabei werden das Lesecafé und der Shop für Naturkostprodukte eingeweiht. Das teilte Anja Becker, Leiterin Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, mit.
Der Waldarbeiter-Instrumental-Musikverein begleitet die Feier. Es gibt Kaffee und Kuchen und für den herzhaft orientiert Gaumen Grillwurst und Bier. Nach einem Rundgang durch die Ausstellung können Sie es sich im neuen Lesecafé gemütlich machen und bei Kaffee und Kuchen in aller Ruhe in Naturführern und Bildbänden stöbern oder sich über den Harz informieren. Eine Lesung soll Erwachsene und Kinder gleichermaßen ansprechen.
Der umgebaute Verkaufsbereich bietet Naturkostprodukte aus der Region und aus fairem Handel an. Hier wird eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Erzeugnissen gezeigt.
Die Sonderausstellung “Wölfe” trägt zur Aufklärung über das Leben und Verhalten dieser Tiere bei und setzt sich für deren Schutz ein. Im Rahmen des Programms wird auch der Film „Wölfe in Deutschland – Tot oder lebendig?“ vorgeführt.
Ein abwechslungsreiches Kinderprogramm sorgt dafür, dass auch die kleinen Besucher nicht zu kurz kommen und sich an verschiedenen Geschicklichkeitsspielen ausprobieren können. Ein bunter und unterhaltsamer Nachmittag für die ganze Familie!
Das Team des Nationalparkhauses freut sich auf Ihren Besuch! Eintritt frei.
Harry Fischer - 14. Sep, 10:35
Sankt Andreasberg. In das Auswilderungsgehege des Nationalparks Harz waren in diesem Frühjahr zwei neue Luchsinnen aufgenommen worden, die ihre Eignung für ein Leben in der Freiheit unter Beweis stellen sollten. Nachdem die Türen des Geheges bereits mehrere Wochen offen standen, hat soeben auch die zweite Luchsdame den Weg in die Freiheit gefunden. Das teilte die Pressestelle des Nationalparks mit.
Das Tier, das sich in den Wochen zuvor sehr scheu zeigte und bei den Kontrollgängen der Projektmitarbeiter nur selten in Anblick kam, wollte lange Zeit das gewohnte Gehege nicht verlassen. Die weit geöffneten Türen wurden nicht angenommen. Mit außerhalb des Zaunes platziertem Futter sollte die Luchsin schließlich herausgelockt werden. Doch auch dieser Trick funktionierte zunächst nicht. Die Katze zog das Futter kurzerhand in das Gehege, um es dort in aller Ruhe zu fressen...
Die beiden nun ausgewilderten Luchsinen sind mit leichten, farbigen Kunststoffohrmarken gekennzeichnet. Die Nationalparkverwaltung Harz hofft so Informationen über den weiteren Verbleib der Tiere zu erhalten. Luchsbeobachtungen können unter den Telefonnummern 05582/9189-0 (Niedersachsen) und 03943/5502-0 (Sachsen-Anhalt) gemeldet werden.
Im Harz wurden damit innerhalb der vergangenen fünf Jahre 22 Luchse (Foto in Bilderalbum Brocken) ausgewildert. Seit dem Jahr 2002 konnten in jedem Sommer freigeborene Jungluchse bestätigt werden. Allerdings gab es auch Verluste unter den freigelassenen Tieren. Um diese auszugleichen entschied man sich in diesem Jahr für die Auswilderung der beiden zusätzlichen Luchse.
Rückfragen zu dieser Mitteilung beantwortet Ihnen unser Luchsexperte Ole Anders unter Tel. 0170/206 11 23 gern.
Harry Fischer - 28. Jul, 16:47
„Die Landesregierung soll die `Niedersächsische Umweltstiftung´ in eine `Naturschutzstiftung Nationalpark Harz´ umwandeln“, forderte die umweltpolitische Sprecherin Dorothea Steiner im Landtag. Eine Naturschutzstiftung wie im Nationalpark Wattenmeer könne dazu beitragen, die Region mit ihren strukturellen Problemen voranzubringen. Die Landesregierung könne mit der Stif-tung zeigen, das die Zusammenlegung der beiden Nationalparke nicht aus Kostengründen erfolgt sei, sondern dass Naturschutz und Regionalentwicklung im Harz enstgenommen werde.
Anlaß für den grünen Vorstoß war eine Debatte im Landtag um die zukünftige Struktur der Stiftungslandschaft im umwelt- und entwicklungspolitischen Bereich. Das Umweltministerium hat vor, die `Niedersächsiche Umweltstiftung´ mit der `Wattenmeerstiftung´und der Bingo-Lotterie (Teil der Lotto-Stiftung) zusammenzufassen und über die Förderung von Projekten zukünftig zentral zu entscheiden.
„Wir wollen eine staatsferne und unabhängige Stiftungslandschaft in Niedersachsen erhal-ten. Es muss verhindert werden, dass sich Umweltminister Sander den Zugriff auf die Stif-tungen verschafft und über Fördermittel künftig nach politischer Willkür entschieden wird,“ forderte Steiner. Die `Niedersächsische Umweltstiftung´, die heute vom Umweltministerium verwaltet werde, arbeite ineffektiv und mit zu hohen Verwaltungskosten. Statt sie jedoch aufzulösen, sollte sie an die Harz-Region abgegeben werden. Die Region könne eine kostengünstige Verwaltung finden und die Gremien mit regionalen Fachleuten besetzen.
Wenn die Zuschüsse aus Lotto-Mittel beibehalten würden, verfüge die Stiftung jährlich über Mittel von bis zu einer Million Euro. Eine regionale Harzstiftung habe die Chance weiter zu wachsen, weil sie attraktiver für Zustiftungen sei, als eine von der Landesregierung kontrol-lierte Stiftung. Steiner erklärte abschließend: „Die Leute vor Ort können dann sehen, was mit den Erträgen ihrer Stiftung gemacht wird. So erreichen wir eine hohe Akzeptanz.“
Harry Fischer - 21. Jul, 19:33
Die Zusammenführung der Nationalparke im Harz wird vom NABU Sachsen-Anhalt begrüßt, wenn sich durch die gemeinsam von den Ländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt getragene Verantwortung für den Naturraum Harz die Ausgangslage für die Erfüllung der Schutz- und Entwicklungsziele verbessert.
Die Fusion der Harzer Nationalparke ist das erste Projekt der Schaffung eines grenzüberschreitenden Großschutzgebietes in der Bundesrepublik. Nach Ansicht des NABU muss eine Qualitätssteigerung durch ein einheitliches, international anerkanntes Großschutzgebiet als primäres Ziel der Fusion formuliert und erkennbar werden!
Harry Fischer - 21. Jun, 11:01