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Umweltbildung

Mittwoch, 25. Januar 2006

Harzer NS-Gedenktag 2006

Harzer NS-Gedenktag 2006
Der Verein Spurensuche Goslar e.V. führt in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Spurensuche in der Südharzregion, der Samtgemeinde Oberharz, der ev.-luth. Kirchengemeinde Zellerfeld, dem Oberharzer Bergwerksmuseum und der Harz-Agentur Clausthal-Zellerfeld anläßlich des traditionellen 27.1. in diesem Jahr folgende Veranstaltung durch.

Harzer Gedenktag 2006 für die Opfer des Nationalsozialismus in Clausthal-Zellerfeld: Clausthal-Zellerfeld 1933 - 1945

Vorträge mit begleitender Wandtafelausstellung und Diskussionen zu Ereignissen und Plätzen nationalsozialistischen Unrechts in Clausthal-Zellerfeld und Umgebung. Hierzu zählen auch die Ereignisse um die durch Clausthal-Zellerfeld führenden Evakuierungs- und Todesmärsche.

Die Veranstaltung findet statt im Tugendsaal des Dietzel-Hauses im Clausthal-Zellerfelder Stadtteil Zellerfeld, Bergstr. 31 (wenige Schritte vom Oberharzer Bergwerksmuseum nach Westen) am

Freitag, den 27.1.2006 von 16 - 20 Uhr.

Programm:

16:00 Uhr: Einweihung einer Gedenktafel zum Todesmarsch an der Zellerfelder St. Salvatoris-Kirche (nur wenige Schritte vom Oberharzer Bergwerksmuseum nach Osten)
16:30 Uhr: Besichtigung der Sonderausstellung zum Werk Tanne im Oberharzer Bergwerksmuseum, Führung Thomas Gundermann
17:00 Uhr: Beginn der Veranstaltung im Dietzel-Haus

Grußwort: Samtgemeindebürgermeister Walter Lampe

Einführung: Frank Jacobs, 1. Vorsitzender Spurensuche Goslar e.V.

Referat Firouz Vladi: Der April 1945 und die Todesmärsche im Oberharz

Beitrag Helga Zamzow, Claudia Küpper-Eichas & Melanie Krilleke: Die Clausthaler NS-Sprengstoff-Fabrik "Werk Tanne" und ihre Spuren in Stadt und Landschaft

Zeitzeugenberichte, Diskussion und Fragen.

Dienstag, 24. Januar 2006

Genmais, Gammelfleisch und Biowahn

Im Anschluss an die Internationale Grüne Woche sind Gentechnik und Gammelfleisch nach wie vor ein Thema - und zwar

im ARD-Talk „Menschen bei Maischberger - Genmais, Gammelfleisch und Biowahn: Hysterie ums Essen?“ Sind die Lebensmittel in Deutschland noch sicher? Erfüllen Bioprodukte die Hoffnung, sich gefahrlos und gesund zu ernähren? Und warum gibt es Genmaisfelder bei uns, obwohl die Mehrzahl der Deutschen dies erklärtermaßen nicht will?

Neben foodwatch-Gründer und Geschäftsführer Thilo Bode diskutierten folgende Gäste bei Maischberger: Der neue Landwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU), der bislang zum Fleischskandal nur sehr bescheidene Gegenmaßnahmen vorschlug und sich zu Jahresbeginn für eine breite Förderung der Gentechnik ausgesprochen hat. Der engagierte Babykosthersteller Klaus Hipp, der vergangene Woche angekündigt hat, den Produktionsstandort Deutschland aufzugeben, wenn sich genmodifizierte Ackerpflanzen hierzulande breit machen. Die Berliner Event-Köchin Sarah Wiener und der streitbare Lebensmittelchemiker Udo Pollmer. Sowie der Frontmann und Sänger der Kölner Rockband BAP, Wolfgang Niedecken, der seit der BSE-Krise überzeugter Vegetarier ist.

Wiederholt wird die Sendung am
Mittwoch, den 25. Januar, um 9.35 Uhr im MDR
Donnerstag, den 26. Januar, um 11.45 Uhr im RBB
und Samstag, den 28. Januar, ab 23.00 Uhr bei 3sat.

foodwatch:
setzt sich ein für Lebensmittelsicherheit, Transparenz bei der Lebensmittelherstellung und Ihre Informationsrechte als Kunde. Recherchen und Untersuchungen sind aufwendig und kostenintensiv, deshalb brauchen wir Ihre Unterstützung. Für besseres und gesünderes Essen und mehr Demokratie auf dem Teller:

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Mittwoch, 18. Januar 2006

Unser wilder Winterwald – ein Schulprojekt des RUZ Nationalpark Harz

Das Regionale Umweltbildungszentrum Nationalpark Harz bietet in den Monaten Januar, Februar und März 2006 für Grundschulen, Schulen des Sekundarbereichs I und II sowie Berufsbildende Schulen ein handlungsorientiertes Unterrichtskonzept in der Nationalparkregion Harz in außerschulischen Lernorten an. Das teilte die Pressestelle des Nationalpark Harz mit.

Der Harz ist im Winter scheinbar in Eis, Kälte und Schnee erstarrt – doch Zeichen von Leben finden sich überall. Auch in der Jahreszeit, in der die Natur eine Ruhepause einlegt, lässt sich diese erforschen und uns über ihre ausgeklügelten Überwinterungsstrategien für Tiere und Pflanzen staunen. Vieles, was sich in der Natur im Laufe der Evolution bewährt hat, haben wir Menschen übernommen und nutzen es auch in unserem Alltag.

Was tun, wenn sich der Schnee türmt, Beutetiere ihr wohlig warmes Nest weit unter der Schneeoberfläche hüten, Baumfrüchte und Insekten nicht mehr verfügbar sind? Was tun mit der jetzt beinhart gefrorenen Maus? Niemand kann sie fressen. Hier sollen Schüler selbst erleben, welche Möglichkeiten die Natur zur Verfügung stellt.

Zentralthemen und Aktivitäten sind Winterschlaf und Winterruhe sowie Wanderverhalten als tierische Strategien zum Überleben bis zum nächsten Frühjahr. Diese Themen lassen sich bei uns hautnah erleben.

Im Herbst bereiten sich alle Lebewesen auf die für viele tödlichen Temperaturen vor. Laubbäume werfen ihre Blätter ab, Zugvögel verlassen unser Land. Gerade im Winter verraten uns Fährten das Vorhandensein vieler Tiere im Winterwald. Wir lernen in diesem Projekt ihre Spuren lesen und bestimmen.

Die SchülerInnen können danach die Fragen beantworten: Wie und warum können so viele Tiere und Pflanzen überleben? Wie und warum können sie den Winter überstehen? Versuche und Untersuchungen geben die Antwort vor Ort oder in der Schule.

Wir stellen fertige Konzepte bereit, freuen uns aber auch, wenn wir hier Themen und Inhalte erarbeiten können, die wir dann mit den Schülerinnen und Schülern in der praktischen Pädagogik umsetzen.

Einzelheiten über das Programm können beim RUZ Nationalpark Harz unter Tel. 0170 / 912 44 73 und 05322 / 5 30 06 oder ab 18 Uhr unter 05322 / 92 86 44 erfragt werden.

Mögliche Termine für die Umweltbindlung sind Dienstag und Donnerstag zwischen 9 und 12 Uhr, Dauer ca.  2,5 Stunden. Weitere Termine nach Absprache. Materialien sind beim RUZ erhältlich und runden die Aktivitäten ab.

Samstag, 31. Dezember 2005

Neue Untersuchungen zur touristischen Wirkung der Oberharzer Bergwiesen

Oberharz. Am Beispiel der Bergstadt Sankt Andreasberg wird von dem Biologen Dr. Klaus Vowinkel die Bedeutung des Grünlandes nach landschaftsästhetischen Wahrnehmungsmöglichkeiten beschrieben. Die Wirkungen der Bergwiesenlandschaft eröffnen Einblicke und Ausblicke und bewirken vielfach von den Touristen als harmonisch und schön empfundene Gefühle von Eigenart und Weite. Für eine solche Landschaft wird vom Verfasser der Begriff einer „Überraschungslandschaft“ geprägt.

Der Verlauf der Bergwiesenblüte wird am Beispiel einer Blutwurz-Goldhaferwiese beschrieben. Auch während der Wintermonate haben die Bergwiesen als Grundlage für den Wintersport eine wichtige Bedeutung. Bis zu 50% des Loipennetzes einzelner Harzorte verlaufen über Bergwiesen. Es wird vorgeschlagen, die regionalen Besonderheiten der Bergwiesen über ein gezieltes Landschaftsmarketing herauszustellen und gemeinsame von Naturschutz und Tourismus entwickelte Projekte zu entwickeln und auch zu finanzieren. Die zusätzliche Erhebung von Steuern für landschaftspflegerische Maßnahmen wird abgelehnt und statt dessen eine stärkere Honorierung der Ausgleichsfunktion für Ballungsgebiete gefordert.

Die Studie ist veröffentlicht im soeben erschienenen Band 6 der Göttinger Naturkundlichen Schriften der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen. Ein Sonderdruck ist erhältlich beim Autor.

Sonntag, 18. Dezember 2005

5 Umwelttipps zur Weihnachtszeit

Die Umweltbelastung zur Weihnachtszeit ist ein nicht unerhebliches Problem, welches sich ganz einfach verkleinern lässt. Hier ein paar Dinge, die Sie tun können, um die Umwelt zu entlasten:

1) Backen mit Bio-Zutaten
heimische Bio-Zutaten sind frei von chemisch-synthetischen Düngemitteln, im Gegensatz zu vielen Produkten von konventionellen Anbietern statt dem herkömmlichen weißen Mehl lieber Vollkornmehl verwenden - es enthält besonders viele Vitamine und Ballaststoffe.

2) Dekoration und Geschenke aus natürlichen Materialien
vermeiden Sie Lametta, Glitzer- und Schneespray, Wunderkerzen und Engelshaar – diese Dekomaterialien enthalten viele umwelt- und gesundheitsschädigende Stoffe alternativ kann man zum Beispiel Anhänger aus Bienenwachs herstellen oder Holzfiguren, die dann mit Wasserfarben o.ä. bemalt werden, Fensterbilder kann jeder aus Wellpappe, Packpapier oder Zeitungspapier fertigen und sauerstoffgebleichte Watte gibt Ihrem Christbaum ein winterliches Aussehen.

3) Weihnachtsbäume aus Ökoanbau oder Durchforstung
Bäume aus dem konventionellen Anbau sind oft wahre Chemiekeulen – auf riesigen Christbaumplantagen werden sie stark mit Pflanzenschutzmitteln behandelt auch auf Kunststoffbäume sollte verzichtet werden – sie werden aus nicht-regenerativen Energien (z.B. Erdöl) hergestellt unbedenklich kaufen kann man Bäume aus durchforsteten Kulturen oder mit dem FSC-, Naturland- oder Bioland- Siegel.

4) Geschenkpapier aus wieder verwertbaren Materialien
in Deutschland fallen jedes Jahr zur Weihnachtszeit rund 53.000 Tonnen Müll an, der durch Geschenkpapier, Geschenkkartons oder Schleifen entsteht. Verzichten Sie von vornherein auf unnötige Verpackungen (bes. umweltbelastend sind Glanzpapier und Glitzerfolien), auf jeden Fall den entstandenen Müll sauber trennen oder selber Verpackungen wiederverwerten
umweltfreundlich verpacken kann man Geschenke einfach in Stoffresten, Zeitungspapier oder Schuhkartons.

5) Umweltbewusst schon beim Einkauf
jede eingesparte Plastiktüte verringert das Müllaufkommen – nutzen Sie Einkaufstaschen und -körbe
Nutzen Sie statt dem eigenen Auto, öfter öffentliche Verkehrsmittel zum (Weihnachts-)Einkauf – das spart Energie, verursacht weniger Luftbelastung und die lästige Parkplatzsuche entfällt obendrein.

Landesverband Sachsen-Anhalt des BUND, Olvenstedter Str. 10 • 39108 Magdeburg • Tel. 0391/5 43 33 61 , FAX /5 41 52 70

Montag, 7. November 2005

1-Euro-Jobber schafft Wildnisraum für Kids

Am Donnerstag, den 10. November, wird um 10 Uhr im Nationalparkhaus Altenau-Torfhaus der neue Ausstellungsbereich „Wildnisraum für Kids“ eröffnet. Das Nationalparkhaus finden Sie unmittelbar gegenüber dem Großparkplatz Torfhaus auf der entgegengesetzten Straßenseite.

„In der Bildungsarbeit des Nationalparks Harz spielt die Vermittlung von Wildnis die Hauptrolle. Die neue Attraktion des Nationalparkhauses soll dementsprechend dazu dienen, kleineren Kindern im Vor- und Grundschulalter die Nationalpark-Philosophie - "Natur Natur sein lassen" - näher zu bringen. Das Erfahren und Erleben von Wildnis anhand von interaktiven Spiel-Elementen, die leicht verständlich nationalparkspezifische Inhalte mit viel Spaß und auf faszinierende und gewinnende Weise transportieren, war unser Ziel“, beschreibt die Leiterin des Nationalparkhauses Heike Albrecht die Anforderungen an das Projekt.

Ein Nebenraum des Ausstellungsbereiches wurde atmosphärisch so gestaltet, dass die Kinder sich wohl fühlen, sich zurückziehen und in das Thema Waldwildnis „eintauchen“ können.
Ein überdimensionaler, naturgetreu nachempfundener Borkenkäfer nimmt die Kinder mit in die Welt der kleinen Lebewesen des Waldes. Ein kindgerecht gestalteter großformatiger Comic erzählt vom aufregenden Leben eines Borkenkäfers als natürliches Mitglied der Lebensgemeinschaft in den Wäldern des Nationalparks.

Ein liebevoll gestaltetes Elektro-Quiz namens „Was Isst Was?“ lässt mit einfach dargestellten Nahrungsketten die unterschiedlichen Nahrungsbeziehungen in einem Waldökosystem erfahrbar werden. Das Konzept für den Raum und die Exponate sowie deren Umsetzung wurde durch den Industrie-Elektroniker Paul Likas im Rahmen eines 1-Euro-Jobs innerhalb von 7 Monaten entwickelt und umgesetzt. Bei der Ideenentwicklung erhielt Herr Likas tatkräftige Unterstützung von den Biologen und Umweltpädagogen des Nationalparkhauses. „Ich bin begeistert vom Engagement von Herrn Likas, der sehr kreativ, ideenreich und selbständig das Raumkonzept und seine Gestaltungsideen umsetzte“, so die Biologin Heike Albrecht. „Ich hoffe sehr, dass ihm die gewonnenen Erfahrungen und Referenzen durch die Ausstellungsplanung und -umsetzung im Nationalparkhaus Altenau-Torfhaus zu einer längerfristigen Arbeitsperspektive verhelfen“.

Für alle, die Lust auf Wildnis bekommen haben, ist die Ausstellung des Nationalparkhauses Altenau-Torfhaus täglich von April bis Oktober von 9 bis 17 Uhr und von November bis März von 10 bis 16 Uhr geöffnet und bietet auch außerhalb der Öffnungszeiten diverse Veranstaltungen rund um die Schwerpunktthemen Nationalpark, Moore und Wildnis an.

Rückfragen: Heike Albrecht, Tel. 05320 / 331 038 

Praktikum für die Umwelt 2006

Sankt Andreasberg/Wernigerode. Atemberaubende Wälder, bizarre Felslandschaften, tiefe Schluchten, reißende Bäche, Seeadler, Luchs und Wildkatze – all das gibt es noch in den deutschen Nationalparks. Jetzt sind wieder naturbegeisterte junge Menschen aufgerufen, sich für die letzte Wildnis zwischen Nordsee und Alpen zu engagieren: Die Bewerbungsfrist für das „Praktikum für die Umwelt“ beginnt jetzt. Das teilte die Pressestelle des Nationalpark Harz mit.

Während des drei- bis sechs-monatigen Praktikums unterstützen jedes Jahr etwa 50 Studentinnen und Studenten deutsche Großschutzgebiete nachhaltig im Bereich Umweltbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Kosten für die Unterkunft und ein monatliches Praktikantengehalt übernimmt die Commerzbank. Voraussetzung für eine Teilnahme am „Praktikum für die Umwelt“ ist Interesse an Ökologie und Öffentlichkeitsarbeit sowie Spaß am Umgang mit Menschen.

Das mit dem Internationalen Sponsoring-Award ausgezeichnete Projekt führt die Commerzbank bereits seit 16 Jahren in Zusammenarbeit mit EUROPARC Deutschland durch – dem Dachverband der Großschutzgebiete. Seit 1990 konnten über 950 Praktikantinnen und Praktikanten ihr Wissen in den Nationalparks, Naturparks und Biosphären­reservaten einbringen und dabei einzigartige Erfahrungen sammeln. Auch der Nationalpark Harz ist dabei!

Unter http://www.praktikum-fuer-die-umwelt.de können sich Interessierte aller Fachrichtungen bewerben. Bewerbungsschluss ist der 7. Januar 2006.

Sonntag, 16. Oktober 2005

Sonderausstellung über die Harzer Nazi-Rüstungsaltlast „Werk Tanne“

Clausthal-Zellerfeld, Oberharz/Noch immer - 60 Jahre nach dem Kriegsende - besteht ein ungebrochenes Inteesse an der geheimnisumwitterten Anlage der ehemaligen Sprengstofffabrik der Nazis im Oberharz, dem "Werk Tanne", wie es mit Tarnnamen hieß. Daher hat sich der Oberharzer Geschichts- und Museumsverein e.V. entschlossen, eine Ausstellung über dieses Thema zu entwickeln und als Sonderausstellung im Oberharzer Bergwerksmuseum aufzubauen. Sie kann wurde jüngst eröffnet und kann während der Öffnungszeiten des Museums kostenlos besichtigt werden.

In diesem Zusammenhang bittet das Oberharzer Bergwerksmuseum darum, noch vorhandene Fotos, Dokumente oder andere Sach- und Textzeugen zum Werk Tanne, die sich in Privatbesitz befinden, einsehen und ggf. für Ausstellungszwecke verwenden zu dürfen. Das Museum hat die Absicht, den gesamten Zeitraum zwischen 1930 und 1945 stärker in seine Arbeit und in die museale Darstellung einzubinden.

Ansprechpartner sind im Museum unter Tel. 0 53 23 / 9 89 50 zu erreichen.

Hintergrund: „Die Sprengstoffabrik „Tanne“ in Clausthal-Zellerfeld

„Werk Tanne“ - unter diesem Tarnnamen entstand in der NS-Zeit im Oberharz eines der fünf größten militärischen Sprengstoffwerke des damaligen Deutschen Reiches. Ca. 2800 Tonnen Sprengstoff wurden hier während des 2. Weltkrieges Monat für Monat größtenteils von Zwangsarbeitern unter gefährlichen Umständen produziert und in Bomben, Minen und Granaten gefüllt.

Erst nach dem Krieg wurde das ganze Ausmaß der Umweltbelastung bekannt, die von diesem Werk ausging und immer noch ausgeht. Bis heute belasten die hochgiftigen und krebserregenden Abbauprodukte des TNT Wasser und Boden in der engen und weiteren Umgebung des Werkes.

Die vier Harzer Autoren Dr. Michael Braedt, Hansjörg Hörseljau, Frank Jacobs und Friedhart Knolle unternahmen es, die Werksgeschichte von „Tanne“ neu zu schreiben. Auf über 160 Seiten und mit 57 Abbildungen haben die Fachleute alles technisch und historisch Wissenswerte zusammengestellt, das über die Tanne-Werksgeschichte bekannt ist: Standort und Produktion, „Entsorgung“ der giftigen Abfälle, die Explosion im Juni 1940, der alliierte Bombenangriff im Oktober 1944, Arbeiter und Zwangsarbeiter des Werkes, Nachkriegsnutzung und Umweltschäden sowie die aktuellen Modellsanierungsansätze als bundesweites Zentrum zur Erprobung biologischer Sanierungsverfahren.

Der Band ist im Verlag Papierflieger, Clausthal-Zellerfeld, in 3. Auflage erschienen und umfasst 166 S., 58 Abb. sowie 7 Tab. Preis: 8 Euro. ISBN 3-89720-124-0.
Bestellungen sind direkt beim Verlag möglich:
Papierflieger Verlag GmbH, Telemannstr. 1, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323/96746, Fax 982831, papierflieger@t-online.de. Das Buch ist auch im Oberharzer Bergwerksmuseum erhältlich und in Verbindung mit dem Ausstellungsbesuch zu erwerben.

Kontakt:
http://www.oberharzer-bergwerksmuseum.de

Fotos zum Thema Werk Tanne finden Sie auch bei

http://www.photoguerilla.com

http://www.photoguerilla.com/photoguerilla-cgi/topixx?op=thumbnails1&string=werk+tanne

oder direkt beim Fotografen Hansjörg Hörseljau
Sägemüllerstr. 10
38678 Clausthal-Zellerfeld
Tel. 05323/9489220
Mobil 0171/7456339
http://www.bilderpoesie.de
http://www.brockenbuch.de
Email: hansjoerg@hoerseljau.de

Herausgeber und verantwortlich:
Verein Spurensuche Goslar e.V.
Frank Jacobs und Friedhart Knolle
http://www.spurensucheharz.de

Donnerstag, 6. Oktober 2005

Selketal mit dem Rad

Das neue Radwander-Angebot der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH geht in diesem Jahr in die letzte Runde. Gemeinsam mit dem erfahrenen Radwanderleiter Heinz Luther führt die nächste Tour am 23. Oktober zur Laubfärbung ins Selketal. Das teilte Thomas Bracht, Geschäftsführer der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH mit.

Im gemütlichen Radwandertempo (12 - 15 km/h) geht es auf Radwegen und ruhigen Landstraßen über Meisdorf ins Selketal. Im Gasthaus Selkemühle wird gerastet, der Um- und Ausbau des Hauses und das Entstehen eines Selketal-Informationszentrums wird erläutert.

Wenn die Witterung mitspielt, erfreuen sich die Radwanderer an der Laubfärbung der Talwälder. Insgesamt dauert die Tour ca. 5 Stunden, je nach Länge der Pausen. Start der 45 bis 50 km langen Tour ist um 10 Uhr vor der Quedlinburg-Information am Markt 2. Der Preis beträgt pro Person 5 Euro, Kinder (6-12 J.) 3 Euro. Fahrräder sind mit zu bringen. Mindestens acht Teilnehmerzahl sind notwendig. Anmeldung bitte bis zum Vortag unter der Telefonnummer (03946) 90 56 24.

Montag, 5. September 2005

Stop Climate Chaos

Zwanzig Umwelt-, Entwicklungs- und Frauenverbände haben am Freitag in London eine Allianz gegen den Klimawandel gegründet. Sie wollen, daß die Industrieländer ihre Treibhausgas-Emissionen drosseln, um die Erwärmung der Erdatmosphäre zu stoppen.

"Angesichts der immensen Bedrohung müssen wir die Kräfte bündeln und mit einer einzigen mächtigen Stimme sprechen«, sagte Greenpeace-Chef Stephen Tindale bei der Gründung der Allianz. Beteiligt sind Organisationen wie Oxfam, Christian Aid, World Wide Fund for Nature (WWF) und Friends of the Earth. Das neue Bündnis hat Millionen Mitglieder.

Auch ohne die Unterstützung von Staaten wie den USA, China und Indien soll der Kampf gegen den Klimawandel geführt werden. Auch ohne die Beteiligung der USA ließen sich noch immer 75 Prozent der Treibhausgase verringern, sagte der Leiter der neuen Allianz, Ashok Sinha. In den USA gebe es zudem angesichts der jüngsten Naturkatastrophen wachsenden Druck auf die Regierung, mehr zu tun.

Die Industriestaaten hätten das Problem geschaffen und müßten nun auch eine tragende Rolle bei der Lösung übernehmen, forderte Sinha. Durch gezielte Investitionen sollen die Entwicklungsländer vom Einsatz fossiler Brennstoffe abgebracht werden, die für die Treibhausgase, vor allem Kohlendioxid (CO2), verantwortlich sind.